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Simone Keller - Kukuruz Quartett spielt Guerrilla-Konzerte - neo
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Kukuruz Quartett spielt Guerrilla-Konzerte

11 plays
Composers
Léo Collin Martin Lorenz
Unclassified
16 tracks

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Added on 20 October 2020

Description
' … a guerrilla is someone who in any case is sacrificing his life for a point of view. And you know if there is a cause, and if it is a great cause, those who belong to that cause, will sacrifice their blood because without blood there is no cause. So therefore that is the reason that I use ‘gay guerrilla,’ in hopes that I might be one if called upon to be one.' (Julius Eastman) Das Kukuruz Quartet spielte auf vier Klavieren, die von den vier Musikern selbständig transportiert wurden, guerillamässig an ungewöhnlichen Orten in der Schweiz: in einem Jugendgefängnis, in einer Bank, einer Werkstatt, einem Möbelgeschäft, sowie auf sämtlichen Etagen des Museum Tinguely, im Zürcher Unispital, der Limmatklinik und in der Fotostiftung Chur. Im Zentrum stand die Musik von Julius Eastman, einem Minmal-Music-Aussenseiter-Pionier und vier Uraufführungen von Schweizer Komponistinnen und Komponisten, die sich auf sehr unterschiedliche Art auf sein Leben und Werk beziehen: Lara Stanić: „Nachklang I+II” für vier Rauschmaschinen (2018) Léo Collin: „second hand” für vier Stylophone (2018) Martin Lorenz: „galangbulan“ für vier präparierte Klaviere (2018) Simone Keller: „pueblo unido“ für vier präparierte Klaviere (2018) Ausgehend von dem Anliegen, die Musik von Julius Eastman und vier neue Kompositionen von Schweizer Komponistinnen und Komponisten einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen, das nicht nur aus Fachleuten besteht, zog das Kukuruz Quartett mitten im Hochsommer, in der „Saure-Gurken-Zeit“ los, um einerseits zu realisieren, was es bedeutet, den Transport von vier sehr schweren Instrumenten selber zu bewältigen im Zusammenhang mit einem Konzertprogramm, dass extremsten physischen Einsatz abverlangt und andererseits die Erfahrung zu machen, dass sie alle Bemühungen, Schweiss und Herzblut gelohnt hatten, um ein wirklich diverses Publikum zu erreichen, das sonst gar nicht in Konzerte gehen würde. Bereits nach dem ersten Konzert in der Freien Gemeinschaftsbank entwickelte sich ein kleines Fan-Grüpplein, was auch zu den anderen Konzerten mitpilgerte, um nichts zu versäumen, da ja bei jedem Konzert ein anderes Programm versprochen wurde, aber auch um Lieblingsstücke mehrfach zu hören. Die Guerrilla-Konzertreihe zeigte also in verschiedener Hinsicht ein funktionierendes Konzept für die Vermittlung zeitgenössischer Musik auf.
Year of creation
2020
Director
-

Credits and thanks

Film von Michelle Ettlin

11 plays