About this Track
- Added on 8 April 2026
- Year of creation 2026
- Label Yes It's Ananias Audio Produktionen
- Tags psychoautomaticimprovisation, jazz, solopiano, experimental
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Credits
Das Werk VUORISTOANKKA, PT. I (VÄINÄMÖISEN NYKYPERINTÖ) von YES IT’S ANANIAS lässt sich als dichte ideologische Synthese verstehen, in der Mythos, Geschichte, Klang und Technologie zusammenwirken, um die Fortdauer kulturellen Erbes in der Moderne zu erforschen. Im Zentrum dieser Vision steht die Figur Väinämöinen aus dem Kalevala, die ein archaisches Wissen verkörpert, das nicht verschwindet, sondern sich wandelt und in zeitgenössischen Formen neu manifestiert.
Die Einbindung von Carl Gustaf Emil Mannerheim, verbunden mit der historischen Spannung, die durch Adolf Hitler repräsentiert wird, spiegelt eine fragmentierte und ambivalente nationale Identität wider, geprägt von Widerstand, Diplomatie und Überlebenswillen. Diese historische Ebene wird dem sanften und scheinbar naiven Universum der Moomins gegenübergestellt und deutet darauf hin, dass Unschuld und philosophische Tiefe nicht im Widerspruch stehen, sondern koexistieren.
Auf musikalischer und ästhetischer Ebene erweitert sich der Einfluss von Jean Sibelius in einen experimentellen Klangraum: Eine modifizierte Hammond-Orgel, ein Gitarrenverstärker sowie ein altes Übermittlungsradio dienen dazu, unsichtbare, aber hörbare Frequenzen einzufangen, die metaphorisch als „Geistersignale“ beschrieben werden. In diesem Kontext wird Klang zu einem Medium, das den Zugang zu einer Meta-Realität ermöglicht, in der das Unsichtbare dennoch wahrnehmbar bleibt.
Letztlich legt die ideologische Ausrichtung des Werks nahe, dass moderne Technologie Spiritualität nicht ersetzt, sondern transformiert: Radios werden zu Orakeln, Improvisation wird zur Methode der Wahrheitssuche, und kulturelle Identität erscheint als vielschichtige, instabile Konstruktion. Realität selbst wird als frequenzbasiert gedacht – fragmentarisch, im Wandel begriffen und nur durch künstlerische Wahrnehmung zugänglich.
Begleitet wird das Stück von einem künstlerischen 8mm-Film von Nicolas Küng.
The peculiar year of a post-millenium pandemic lead to a one-off performance in september when The 70's look inspired Swiss Pianist/Improvisationist went on stage for 6:29 min time. He conserved...