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Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Heinz Holliger u.a. - neo

Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Heinz Holliger u.a.

Lucerne Festival Academy 2

Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
Lin Liao, Dirigentin (Milenko)
Johanna Malangré, Dirigentin (Vaughan)
Heinz Holliger, Dirigent
Felix Renggli, Flöte

Kirsten Milenko (*1993)
Traho für Orchester
Uraufführung «Roche Young Commissions»

Alex Vaughan (*1987)
Logos für Orchester
Uraufführung «Roche Young Commissions»

Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Maurerische Trauermusik c-Moll KV 477 (479a)

Heinz Holliger (*1939)
Ostinato funebre für kleines Orchester
Turm-Musik für Flöte solo, kleines Orchester und Tonband

«Musik findet nur an den Grenzen statt. In der Mitte gibt es nichts, was die Kunst interessieren könnte», ist Heinz Holliger überzeugt. Weshalb ihn seit jeher krisenhafte Künstler faszinieren: Grenzgänger am Rande der Gesellschaft, die als «verrückt» eingestuft und ins Irrenhaus verfrachtet wurden. Für Holliger indes haben sie «einfach viel mehr Antennen». So hat er sich in seiner Turm-Musik, einem zentralen Teil seines über sechzehn Jahre hinweg entstandenen Scardanelli-Zyklus, intensiv mit Friedrich Hölderlin und dessen späten, stets mit dem Pseudonym Scardanelli signierten Gedichten auseinandergesetzt: Hölderlin (der ein guter Flötist gewesen sein soll) schrieb sie in den 37 Lebensjahren, die er als «unheilbar Geisteskranker» in der Abgeschiedenheit des Tübinger Turms verbrachte. Teil des Scardanelli-Zyklus ist auch das Ostinato funebre, das zugleich einem anderen Künstler die Reverenz erweist: Holliger zitiert und paraphrasiert, verzerrt und überschreibt hier Mozarts Maurerische Trauermusik. Darüber hinaus hebt das Lucerne Festival Contemporary Orchestra zwei Partituren aus der Taufe, die im Rahmen der «Roche Young Commissions» entstanden sind.

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Lucerne Festival
KKL Luzern, Luzerner Saal
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